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Rezension: One Second After – Die Welt ohne Strom von William R. Forstchen

 

Dieser Roman ist eine Warnung!

 

Rezensionsexemplar
 

 

Auf “One Second After – Die Welt ohne Strom” hatte ich mich unglaublich gefreut. Das Cover finde ich klasse, denn es passt haargenau zur Story und auch der Klappentext klang vielversprechend. Als ich schließlich die Leseprobe gelesen hatte, stand für mich sofort fest dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. “One Second After” ist der Auftakt einer dreiteiligen Reihe, wann jedoch die anderen Bände erscheinen werden, steht derzeit noch nicht fest.

Ich habe schon einige Endzeit Romane gelesen doch was Forstchen hier erschaffen hat dass lässt sich mit nichts vergleichen. Er schildert hier ein Szenario dass realistischer, erschreckender und beängstigender kaum sein könnte. Denn die Möglichkeit eines EMP – Angriffs ist durchaus wahrscheinlicher als man zunächst vermuten mag.

 

Schreibstil, Inhalt und Handlung

Forstchens Schreibstil liest sich sehr angenehm. Er schreibt flüssig und eindringlich außerdem ist sein Stil einnehmend, bildhaft und sehr detailliert. Er schaffte es mühelos, mich in den Bann der Story zu ziehen. Bereits nach wenigen Seiten war ich vollkommen gefesselt und konnte das Buch nur sehr schwer auf die Seite legen.

Kurz zum Inhalt:

John Matherson lebt gemeinsam mit seinen beiden Töchtern in einer friedlichen Kleinstadt. Doch diese Idylle findet ein jähes Ende als in der gesamten Stadt der Strom ausfällt. John vermutet zunächst einen normalen Stromausfall doch warum funktionieren selbst Geräte mit Batterien nicht mehr? Warum fahren keine Autos mehr. Bald schon muss John erkennen, das ein EMP Angriff alles lahmgelegt hat.

Innerhalb kürzester Zeit entwickeln sich die Menschen zurück. Es herrschen teils mittelalterliche Verhältnisse. Kurz danach beginnt das Sterben, denn Menschen die auf medizinische Geräte angewiesen sind oder aber solche die intensive Pflege benötigen trifft es als erstes. Chronisch kranke Menschen die Medikamente benötigen folgen. Die Angst und die Unwissenheit tun ihr übriges. Es war grausam und zu tiefst erschütternd.  

 

Beängstigend und realistisch  

Ich finde es beeindruckend wie gut der Autor das ganze recherchierte. Er hat an alles gedacht, hier fehlt absolut nichts. Die offensichtlichen Probleme sind nahezu einfach aber Forstchen geht noch weiter. Was geschieht ohne Hygiene? Genau! Krankheiten brechen aus. Aber was geschieht wenn die Vorräte zur Neige gehen? Wovon sollen sie Leben? Hinzu kommen die ganzen Toten wo sollen sie Beerdigt werden? Ich könnte ewig so weiter machen aber ich denke ihr, merkt selbst worauf ich hinaus will.

Die Charaktere wurden authentisch gezeichnet. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzten, dadurch gelang es mir ihre Gedanken und Gefühle noch sehr viel besser nachzuvollziehen. Man merkte deutlich die Hilflosigkeit jedes einzelnen. Man spürte deutlich den Kampfgeist und die Hoffnung. Hoffnung auf eine schnelle Lösung, Hoffnung dass ganze Szenario, so gut es geht zu überstehen.

Dieses Buch bewegte mich in vielerlei Hinsicht. Es war erschreckend und emotional. Es berührte mich tief und ließ mich nicht mehr los. Eins steht für mich fest, dieses Buch werde ich nicht mehr vergessen! Dieser Roman rüttelt auf und regt ganz klar zum Nachdenken an. Er zeigt deutlich, wie abhängig wir in Wirklichkeit sind….

 

Fazit:

Mit “One Second After – Die Welt ohne Strom” gelingt William R. Forstchen ein realistisches und beängstigendes Endzeit Szenario. Ein überaus bewegendes, emotionales und erschütterndes Buch welches ich nie mehr vergessen werde.

Bewertung: 5 / 5 

 

 

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