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Rezension: Bad Family von Simone Trojahn

 

“Bad Family” ist vor kurzem bei Redrum Books erschienen, in ihren neuesten Werk zeigt uns Simone Trojahn eine Familie die es in sich hat.

Inhalt, Charaktere und Handlung

Eine Familie  in der es alles andere als liebevoll zugeht. Doch für diese Familie scheint das ganz normal zu sein denn sie kennen es ja nicht anders. Alle Familienmitglieder passen sich an so gut es eben geht. Viel zu groß ist die Angst vor dem wahnsinnigen Vater… Wie heißt es so schön? Blut ist dicker als Wasser. Aber stimmt das wirklich? Hat nicht jeder Mensch das Recht selbstbestimmt zu Leben? 

Diese Fragen stellt sich Fips immerzu. Er ist alles andere als glücklich mit der familiären Situation. Seine Mutter ist eine gefühlskalte Hülle und sein Vater ergötzt sich an Folter, Leid und Schmerz. Fips scheint der einzige zu sein der noch so etwas wie Gefühl besitzt. Während der Vater seine Opfer auf jede erdenkliche, bestialische und sadistische Art quält, empfindet Fips Abscheu. Ihm tun die Frauen leid und er kann das ganze kaum ertragen.

Fips findet das ganze nicht richtig, doch er kennt es ja nicht anders. Wieso also sollte er das Familienleben in Frage stellen? Schließlich sagen seine Geschwister auch nichts dazu, sie machen voller Freude mit und beteiligen sich an den schrecklichen Taten.

Fips ist ein Charakter den man einfach mögen muss, in diesem Haus des Wahnsinns scheint er der einzige zu sein der noch “normal” denkt.

Hardcore vom feinsten

Ich habe bereits einige extreme Bücher gelesen und ich bin wirklich hart im nehmen aber dieses Buch brachte mich tatsächlich an meine Grenzen. Es gab hier einige Szenen bei denen sich mein Magen umdrehte. Ich brauchte dann erstmal eine kurze Pause. Dennoch war meine Neugierde zu groß, diese Pausen hielten nicht länger als eine Minute an. Es juckte mich quasi in den Fingern denn ich musste einfach wissen wie es weiter geht.

Man merkt deutlich wie schnell es mit der Familie bergab geht. Die Fassade beginnt zu bröckeln, immer mehr. Als es sich schließlich nicht weiter aufhalten lässt eskaliert das ganze. Der Wahnsinn greift um sich und eine Tat ist schlimmer als die nächste.

Der Schreibstil von Simone Trojahn ist wie immer flüssig, direkt, ehrlich und sehr detailliert. Sie schreibt zudem einnehmend und bildhaft denn sie nimmt kein Blatt vor dem Mund. Sie zeigt uns die schlimmsten Abgründe der menschlichen Seele. Jedes mal wenn du denkst noch schlimmer kann es nicht werden, dann beweist dir Simone Trojahn das Gegenteil. Sie schreckt vor den Abgründen nicht zurück, sie schaut genauer hin. Das ganze schildert sie schonungslos, ehrlich, böse und blutig. 

Simone Trojahns Bücher sind heftig und extrem, doch dieses Buch stellt alles andere in den Schatten. Man muss schon einiges wegstecken können, denn das hier war Hardcore vom feinsten.

Zur Handlung will ich gar nicht viel sagen nur so viel: Es war von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich spannend. Es war sehr brutal und blutig. Das ganze brachte mich an meine Grenzen und regte zum Nachdenken an. Tiefgründig, vielschichtig und schonungslos ehrlich zeigt uns Simone Trojahn das Gesicht des bösen. Hut ab. 

Ein Hinweis noch:

Simone Trojahns Bücher sind brutal, pervers, teilweise ekelig und es gibt in ihren Büchern IMMER drastische Gewalt. Jeder der so etwas nicht lesen will: FINGER WEG. Nicht das ihr euch wieder beschwert!!!!!

Fazit:

Mit “Bad Family” gelingt Simone Trojahn ein brutaler und blutiger Hardcore Thriller der mich vollkommen gefesselt hat. Das war ganz großes Kino und ist Hardcore vom feinsten. Dieses Buch ist nichts für zartbesaitete aber Leser extremer Bücher kommen hier voll auf ihre kosten. Von mir bekommt dieses Buch die volle Punktzahl.

 

 

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