Stephen King: ES, Rezension
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Rezension: “ES” von Stephen King

 

Der heiße Brei.

Re-read mißglückt.

[Werbung, unbezahlt]

 

 

Wenn da mal nichts anbrennt…

Zunächst möchte ich erwähnen, dass ich ‘ES’ bereits vor über 20 Jahren schon einmal gelesen hatte. Mein Eindruck von damals ist natürlich mittlerweile sehr verblasst. Ich kann mich nur sehr undeutlich an Details, an die Geschichte und an Figuren erinnern. Was aber natürlich unvergessen blieb ist Pennywise, der Clown, der vielen Lesern bereits über Jahrzehnte schlaflose Nächte bereitet hat.

Wie erwähnt, die Erinnerung an das Buch war dunkel, kaum zu greifen. Deutlich blieb jedoch im Hinterkopf, wie gut mir die Story damals gefallen hatte (man bedenke, ich war erst so 14-16 Jahre alt). Ich hatte viel Blut und gruselige Szenen im Kopf, die allerdings weit hinter einer dicken Nebelwand verborgen lag. Jedoch eine Gewissheit blieb über all diese Jahre: Das war ein richtig geiles Buch und ich habe nächtelang gelesen und konnte es nicht zur Seite legen.

 

Heute

Zeit, die Erinnerungen wieder aufzufrischen. Die Geschichte ist in zwei Zeitformen verfasst: Heute und damals. Der Autor berichtet im Wechsel über verschiedene Freunde und deren furchtbare Erlebnisse im Sommer 1958. Der Roman ist im “normalen”, von Stephen King wohlbekanntem Schreibstil verfasst und wer bereits etwas von ihm kennt weiß sehr gut, dass er gerne abschweift. Das muss nicht negativ sein, er erzählt seine Geschichten eben gerne weitläufig mit viel Hintergrund, Details und Nebenwissen das es dem Leser ermöglicht, sehr tief in die Charaktere und die gesamte Geschichte einzutauchen.

Stephen King: ES

Leider muss ich hier gestehen, dass mir persönlich das mittlerweile zuviel “um den heißen Brei” reden ist. Ja, ich mag King immer noch, heute wie auch damals. Allerdings kam ich mit dem Buch nicht mehr so recht in Fahrt, wurde nicht sonderlich warm damit. Das mag vielleicht daran liegen, dass ich es schon einmal gelesen hatte, dass nach und nach das eine oder andere wieder in Erinnerung kam – Erinnerungen an das erste mal, als ich diesen dicken Wälzer verschlungen und jedes einzelne Wort mit Spannung aufgesaugt hatte. Ich empfand es etwas schade, für mich persönlich, denn ich hatte mich wirklich auf das re-readen von ‘ES’ gefreut, wollte es nochmal erleben wie damals. Die Lesefreude kam aber nicht mehr so auf.

 

Fazit:

Alles in allem ist es eine wunderbar gruselige Geschichte, die etwas ausschweift – in King Manier. Manche lieben es, andere hassen es. Ich liebte es damals, heute ist es ein klein wenig anders, was aber vermutlich nur daran liegt, dass ich es bereits gelesen hatte. Ja, ich mag die Geschichte immer noch. Ich bin mir jedoch nicht ganz sicher, ob ich es um ein vielfaches besser gefunden hätte, wenn ich es jetzt zum ersten mal gelesen hätte. Das ist auch der Grund, warum meine Meinung etwas verspätet eintrifft: Ich musste mir erst einmal selbst klar werden, was mir dieses differenzierte Gefühl im Vergleich zu damals bereitet. Beim first-read hätte ich, wenn ich mich richtig erinnere, 7 von 5 Sternen vergeben. Heute sind es 4 von 5 – also wirklich lesenswert, aber für mich (heute) leider nicht mehr die perfekte Unterhaltung.

 

Buchreihe: –

Genre: Horror

Verlag: Heyne Verlag

Erstveröffentlichung: Erstmals auf deutsch 1986

Originalsprache: Englisch

Medium: Paperback

Meine Bewertung:  ★★★★

Spielt in: USA

 

 

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