Widow's Point von Richard und Billy Chizmar - Buchheim Verlag
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Rezension: “Widow’s Point” von Richard und Billy Chizmar

 

Der Leuchtturm – Unendliche Weiten.

Das Mysterium schlägt zurück!

[Werbung, unbezahlt]

 

 

 

Widow’s Point von Richard und Billy Chizmar aus dem Buchheim Verlag ist eine limitierte und signierte Hardcover-Ausgabe – übrigens eine deutsche Erstveröffentlichung. Diese konnte ich bei Erscheinen der Cemetery Dance Germany-Reihe über den Festa Verlag beziehen, der den Vertrieb für den Buchheim Verlag regelt. Besonders auffallend ist das hochwertig verarbeitete Cover mit sehr schönen Erhabenheiten im Bereich des Leuchtturmes und des Totenschädels. Die Form des Buches ist etwas anders als gewohnt – es wurde im orginal amerikanischen Buchformat gedruckt.

Einmal in der Hand lässt man es nicht mehr los. Besonders dann, wenn man es zum ersten Mal aufschlägt. Die tollen Illustrationen im Inneren sind ein echter Hingucker. Man merkt, dass der Buchheim Verlag hier in die Sammlerausgabe von Widow’s Point sehr viel Aufwand und Liebe investiert hat. Jede Ausgabe ist übrigens handnummeriert – von 1 bis 999 – und vom Gründer der Cemetery Dance-Reihe Richard Chizmar, sowie seinem Sohn und Co-Autor Billy Chizmar, handsigniert. Definitiv ein Fall für mein besonderes Regal mit Sammlerausgaben.

 

Die Geschichte von Widow’s Point

Seit dem Bau des Leuchtturmes wurden etwas zwei Dutzend Todesfälle im Zusammenhang mit Widow’s Point registriert. Dabei handelte es sich nicht nur um Unfälle. Neben einem kaltblütigen Mord und mehreren absolut unerklärlichen Fällen gab es dort auch Suizide. Fast so, als zieht der Leuchtturm Widow’s Point den Tod auf geheimnisvolle Weise an. Diese tragischen, aber doch faszinierenden Hintergründe, sind für den gefeierten Autor Thomas Livingston Auftrag genug, die Hintergründe dafür zu erforschen. Seit Jahren ist der Turm verschlossen, schwere Ketten wurden vorgelegt und ein hoher Zaun um das Gelände errichtet. Irgendwie schafft er es jedoch, den Besitzer von Widow’s Point zu überzeugen, ein Wochenende dort verbringen zu dürfen. Allein. So glaubt er zumindest…

 

Der Schreibstil

Etwas ungewöhnlich erscheint der Schreibstil von Widow’s Point der Brüder Chizmar, zumindest in den ersten paar Seiten. Die gesamte Geschichte ist eine Auflistung bzw. eine Wiedergabe von Video- bzw. Tonmaterial – also von Kameraaufnahmen und dem Inhalt eines Sooonyyyy Diktiergerätes. Diese Berichtform ist tatsächlich anfangs gefühlt etwas seltsam, jedoch mit dem Betreten des Leuchtturmes verfliegt dieser Eindruck sofort. Die Erlebnisse des Autors Livingston, die dort geschildert werden, gehen eindeutig unter die Haut, und meiner Meinung nach wurde das durch diesen Stil noch verstärkt. Seine Erfahrungen kann man durch die Erzählweise sehr gut nachempfinden und sie wirken extrem realistisch.

 

Mein Leseeindruck zu Widow’s Point von Richard und Billy Chizmar

Widow's Point: Richard und Billy Chizmar - Buchheim Verlag

Anfangs hatte ich ein paar wenige Probleme mit dem Schreibstil in Berichtform. Die Geschichte beginnt kurz vor dem Leuchtturm, also eigentlich auf der Reise dorthin. Ziemlich schnell ist jedoch das Ziel der Reise erreicht, ab da scheint diese Erzählform völlig normal zu sein – ich hatte mich also bereits sehr gut zurecht gefunden. Die Story ist teilweise schon sehr gruselig und ich hatte als Leser das Gefühl, mich sehr gut in den Autor im Buch hineinversetzen zu können. Ich fieberte durchaus das eine oder andere Mal mit und ich wollte auch unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Die Illustrationen in Form schöner Zeichnungen, die jeweils passend zum Punkt der Geschichte platziert waren, fand ich unglaublich ansprechend. Es kann gut sein, dass diese nochmal ein Stück Lesegefühl erzeugt haben, das die Geschichte noch realer wirken ließ, als es sowieso rein durch das Lesen schon der Fall war. Tolles Buch, schöne Geschichte und definitiv etwas für das Regal. Weitere Cemetery Dance Germany-Bände werden definitiv bei mir einziehen.

 

 

Buchreihe: Cemetery Dance Germany, Band 1

Genre: Horror

Verlag: Buchheim Verlag

Erstveröffentlichung: 28. November 2018

Originalsprache: Englisch

Medium: Hardcover

Meine Bewertung:  ★★★★★

Spielt in: Harper’s Cove

 

 

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